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Zur abgelaufenen Saison der U11 einige Gedanken aus Sicht des
Trainers!
Ich gebe zu, es ist leichter über Erfolge zu berichten als
über unsere abgelaufene Herbstsaison, nach 2 hintereinander erspielten Meistertiteln ( U09 U10 ) dachten sich einige
in dieser Art muss es wohl so weiter gehen. Man sollte in Betracht ziehen, dass
es um Kinderfußball geht und dass viele unerwartete Probleme auftreten können.
So ist es, dass wir von Beginn an bei einem Kader von 9
Spielern bei einem Spielfeld 16er zu 16er 9 Spieler benötigen, wir mussten uns
von der U 10 Spieler ausleihen, die jedoch Ihre Aufgabe gut erfüllten wenn man
bedenkt, dass diese vorher im eigenen Kader spielen mussten.
Im Herbst war das Trainingsverhalten für mich nicht ausreichend,
denn bei einem Kader von 9 Spielern war nur selten der Kader komplett zum
Training anwesend. Was natürlich mit Schule und Krankheit entschuldbar ist.
Wenn ich nun die einzelnen
Meisterschaftsspiele noch einmal überdenke so wäre es nicht so schlecht
gelaufen, aber es fehlte uns einfach über 2 Hälften ein kontrollierter Spielaufbau.
Wir waren eine Hälfte immer schwächer als der Gegner, die
Bälle wurden einfach planlos weggeknallt, wir haben viele 2 Kämpfe verloren,
und eine Laufbereitschaft war einfach nicht in der Mannschaft zu finden. Mag
sein, dass dies auch auf die fehlenden Ersatzspieler zurückzuführen ist, die
Jungs mussten ja 70 Minuten
durchspielen.
Und da war es schon so, dass man es sehen konnte, dass die
Kräfte einfach nicht ausreichten..
Jedoch waren wir zu bestimmten Meisterschaftsspielen eine
tolle Mannschaft, so möchte ich das Spiel gegen Kufstein heranziehen, Kufstein
der von vorneherein als Tabellenführer galt. Wir fuhren mit der kompletten
Mannschaft zum Auswärtsspiel, nach 17 Minuten erzielte unser Jüngster, Sebastian,
nach einem hervorragenden Freistoss, Entfernung ca. 20Meter, ins rechte Toreck,
unhaltbar für den Torwart. Mit soviel Einsatz und Kampfgeist wusste ich, wenn
ich nun die Mannschaft in der Halbzeit
noch einmal motiviere dann könnten wir eine kleine Sensation erwarten. Die 2.
Halbzeit war dann noch einmal mit Laufbereitschaft und Kampfgeist sehr geprägt,
dann kam das was sich ein jeder Trainer nicht wünscht, wir bekamen gegen uns
einen 8 Meter, aber ich konnte nur noch zu meinen Tormann hinüberrufen den hältst
du, und tatsächlich unser Mathias, der die ganze Saison über sehr gute
Leistungen zeigte, hält den 8 Meter, da wusste ich heute könnten wir gewinnen.
Jedoch Fußball dauert eben 70 Minuten und so geschah es, dass wir kurz
vor Abpfiff noch den Ausgleich erhielten.
So konnte ich als Trainer mit diesem Kampfgeist und Spielbereitschaft
mehr als zufrieden sein.
Am darauf folgenden Wochenende holten wir dann das Spiel
gegen einen sehr starken Gegner Reith/ Kitzbühel nach, und dieses Spiel stand
unter keinem guten Stern. Nach der
Halbzeit
waren wir 2:0 in
Führung, ich stellte die Mannschaft um, um dieses Ergebnis nach Hause zu
bringen und hoffte, wenn wir nun ein starkes Mittelfeld haben das nach hinten mitarbeitet
kann nicht viel passieren. Dieselbe Aufstellung wurde gegen Kufstein schon erprobt, jedoch waren einige Spieler mit der Aufstellung überfordert
und dachten wir müssen weiter Tore schießen und nach hinten ist ja die Verteidigung
zuständig, die war aber nun einfach in der Angriffsphase der Gegner immer in
Unterzahl, und so geschah was ich befürchtet hatte, dass wir nun die Tore die
wir nicht schießen, bekommen. Und bald stand
es dann 2:2 nach Zurufen von
allen Seiten wussten die Jungs dann auch nicht mehr was zu tun war. Wir kämpften
um jeden Ball, aber wir konnten keinen Spielaufbau mehr zusammen bringen.
So erhielten wir dann in der letzten Minute noch das 2:3 und
verloren das Spiel. Was nach dem Spiel dann geschah werde ich hier nicht kommentieren, denn einige Eltern
waren von dem Ergebnis so geschockt, dass es zu größeren Diskussionen gekommen
ist.
2 Tage hatten wir dann Pause und am Dienstag fuhren wir dann
nach Hopfgarten. Ich wusste, dass die Mannschaft auf Grund der Niederlage
wieder neu aufzurichten ist und so habe ich allen ihre Lieblingsposition
spielen lassen, ( was jedoch einer Jugendausbildung nicht gerecht wird, denn
jeder Spieler sollte auf allen Positionen spielen können und auch erlernen) so
stellte sich gleich nach der Aufstellung heraus, dass nur ein Spieler mit der
Aufstellung sehr glücklich war, der dann auch eine tolle Leistung spielte. Kurz
vor Beginn kam dann das was sich ein Trainer gar nicht wünscht, der Tormann
unser Mathias der eine tolle Saison spielte, konnte nicht ins Tor, denn
Übelkeit und Kopfschmerzen verhinderten den Einsatz. So musste ich kurzerhand
einen Reservetormann finden, die Auswahl war ja nicht schwer, denn bei nur noch 8 Spielern ging die Entscheidung
dann auf unseren kleinsten (Körpergröße) auf Moritz.
So waren wir dann gegen Hopfgarten von Beginn an in
Unterzahl, wir traten das Spiel an und ich muss gestehen was nun meine Jungs in
dem Spiel geleistet haben, war mehr als lobenswert, Moritz fing die Bälle als wäre er immer schon
unser Tormann gewesen. Es war eine Freude als Trainer die Mannschaft zu betreuen,
in der 17. Minute gelang dann unserem Stürmer Kevin das 1:0 toller Sologang und
dann der Abschluss konsequent und überzeugend.
So gingen wir dann in die Halbzeit und nach der Pause ging
der Spielaufbau genau so weiter wie vor der Pause wir spielten die Bälle von
hinten heraus, ließen den Ball laufen, mit Einsatz von jedem Spieler war es
eine Freude zuzusehen, wie wir den Gegner laufen ließen.
In der 67. Minute 3
Minuten vor Abpfiff erhielten wir dann den Ausgleichstreffer und so ging das Spiel mit
einem Spieler weniger 1:1 aus.
Ich wusste ab diesem Spiel wenn der Einsatz von allen
stimmt, sind wir eine starke spielerische
Mannschaft.
Dann das letzte Spiel gegen unseren Nachbarn Kirchdorf. Wieder
die gleiche Aufstellung, jedoch mit Mathias unserem Tormann im Mittelfeld, er
ist spielstark und hat die Aufgabe das Spiel von hinten heraus zu unterstützen
und die Bälle zu verteilen. Jedoch waren wir gegen den spielstarken und siegesbewussten
Gegner von vornherein unterlegen, wir waren nicht bereit den Ball zu erkämpfen
wir verloren jeden Zweikampf, wir waren
nicht laufbereit, spielten die Bälle
unkontrolliert irgend wohin aber nicht zu unseren Spielern, die Stürmer waren
einfach nicht konsequent genug um vorm Tor den Abschluss zu finden.
Wir ließen uns das Spiel aufdrängen und wir zeigten keine Gegenwehr.
So war es dann auch, dass wir in der Halbzeit mit 0:2
Rückstand waren. Mit diesem Ergebnis
ging das Spiel dann auch zu Ende. Nachdem ich doch einige Umstellungen vornahm.
Nun stellen einige
Eltern meine Trainingsmethode in Frage. Ich möchte mich nicht dazu äußern
aber wenn die Trainingsbeteiligung der Burschen mehr als schwach war dann kann
man nicht kontinuierlich trainieren.
Fazit: Wenn nicht
jeder Spieler für die Mannschaft bereit ist zu laufen und zu kämpfen ist ein
Spiel von 70 Minuten nicht zu halten. Es fehlten uns einfach der Kampfgeist und
die Einstellung zum Sieg sowie die Austauschspieler.
Zum Schluss möchte ich mich aber bei der Mannschaft bedanken
es war eine lehrreiche Saison aus der wir sicher viel mitnehmen und im Frühjahr
vieles ändern müssen. Bedanken möchte ich mich auch bei den U10er Burschen die
uns ausgeholfen haben und ihre Sache sehr gut gemacht haben.
Somit geht ein langes, anstrengendes Fußballjahr zu Ende.
Die nun anstehende Pause tut uns allen sicherlich gut – die Anzahl der
Trainingseinheiten wird erhöht um die Rückrunde wieder ausgleichend zu beenden.
Egger Guenter |