U11 Herbstsaison 2011 PDF Drucken
Geschrieben von Egger Günter-Franz   
Sonntag, 06 November 2011

Zur abgelaufenen Saison der U11 einige Gedanken aus Sicht des Trainers!

Ich gebe zu, es ist leichter über Erfolge zu berichten als über unsere abgelaufene Herbstsaison, nach 2 hintereinander erspielten  Meistertiteln ( U09 U10 ) dachten sich einige in dieser Art muss es wohl so weiter gehen. Man sollte in Betracht ziehen, dass es um Kinderfußball geht und dass viele unerwartete Probleme auftreten können.

So ist es, dass wir von Beginn an bei einem Kader von 9 Spielern bei einem Spielfeld 16er zu 16er 9 Spieler benötigen, wir mussten uns von der U 10 Spieler ausleihen, die jedoch Ihre Aufgabe gut erfüllten wenn man bedenkt, dass diese vorher im eigenen Kader spielen mussten.

Im Herbst war das Trainingsverhalten für mich nicht ausreichend, denn bei einem Kader von 9 Spielern war nur selten der Kader komplett zum Training anwesend. Was natürlich mit Schule und Krankheit entschuldbar ist.

Wenn ich nun die einzelnen  Meisterschaftsspiele noch einmal überdenke so wäre es nicht so schlecht gelaufen, aber es fehlte uns einfach über 2 Hälften ein  kontrollierter Spielaufbau.

Wir waren eine Hälfte immer schwächer als der Gegner, die Bälle wurden einfach planlos weggeknallt, wir haben viele 2 Kämpfe verloren, und eine Laufbereitschaft war einfach nicht in der Mannschaft zu finden. Mag sein, dass dies auch auf die fehlenden Ersatzspieler zurückzuführen ist, die Jungs mussten  ja 70 Minuten durchspielen.

Und da war es schon so, dass man es sehen konnte, dass die Kräfte einfach nicht ausreichten..

Jedoch waren wir zu bestimmten Meisterschaftsspielen eine tolle Mannschaft, so möchte ich das Spiel gegen Kufstein heranziehen, Kufstein der von vorneherein als Tabellenführer galt. Wir fuhren mit der kompletten Mannschaft zum Auswärtsspiel, nach 17 Minuten erzielte unser Jüngster, Sebastian, nach einem hervorragenden Freistoss, Entfernung ca. 20Meter, ins rechte Toreck, unhaltbar für den Torwart. Mit soviel Einsatz und Kampfgeist wusste ich, wenn ich nun die Mannschaft  in der Halbzeit noch einmal motiviere dann könnten wir eine kleine Sensation erwarten. Die 2. Halbzeit war dann noch einmal mit Laufbereitschaft und Kampfgeist sehr geprägt, dann kam das was sich ein jeder Trainer nicht wünscht, wir bekamen gegen uns einen 8 Meter, aber ich konnte nur noch zu meinen Tormann hinüberrufen den hältst du, und tatsächlich unser Mathias, der die ganze Saison über sehr gute Leistungen zeigte, hält den 8 Meter, da wusste ich heute könnten wir gewinnen. Jedoch Fußball dauert eben 70 Minuten und so geschah es, dass  wir kurz  vor Abpfiff noch den Ausgleich erhielten.

So konnte ich als Trainer mit diesem Kampfgeist und Spielbereitschaft mehr als zufrieden sein.

Am darauf folgenden Wochenende holten wir dann das Spiel gegen einen sehr starken Gegner Reith/ Kitzbühel nach, und dieses Spiel stand unter keinem guten Stern. Nach der  Halbzeit

waren wir 2:0  in Führung, ich stellte die Mannschaft um, um dieses Ergebnis nach Hause zu bringen und hoffte, wenn wir nun ein starkes Mittelfeld haben das nach hinten mitarbeitet kann nicht viel passieren. Dieselbe Aufstellung wurde gegen Kufstein schon  erprobt, jedoch  waren einige Spieler mit der Aufstellung überfordert und dachten wir müssen weiter Tore schießen und nach hinten ist ja die Verteidigung zuständig, die war aber nun einfach in der Angriffsphase der Gegner immer in Unterzahl, und so geschah was ich befürchtet hatte, dass wir nun die Tore die wir nicht schießen, bekommen. Und bald stand  es dann  2:2 nach Zurufen von allen Seiten wussten die Jungs dann auch nicht mehr was zu tun war. Wir kämpften um jeden Ball, aber wir konnten keinen Spielaufbau mehr zusammen bringen.

So erhielten wir dann in der letzten Minute noch das 2:3 und verloren das Spiel. Was nach dem Spiel dann geschah werde ich  hier nicht kommentieren, denn einige Eltern waren von dem Ergebnis so geschockt, dass es zu größeren Diskussionen gekommen ist.

2 Tage hatten wir dann Pause und am Dienstag fuhren wir dann nach Hopfgarten. Ich wusste, dass die Mannschaft auf Grund der Niederlage wieder neu aufzurichten ist und so habe ich allen ihre Lieblingsposition spielen lassen, ( was jedoch einer Jugendausbildung nicht gerecht wird, denn jeder Spieler sollte auf allen Positionen spielen können und auch erlernen) so stellte sich gleich nach der Aufstellung heraus, dass nur ein Spieler mit der Aufstellung sehr glücklich war, der dann auch eine tolle Leistung spielte. Kurz vor Beginn kam dann das was sich ein Trainer gar nicht wünscht, der Tormann unser Mathias der eine tolle Saison spielte, konnte nicht ins Tor, denn Übelkeit und Kopfschmerzen verhinderten den Einsatz. So musste ich kurzerhand einen Reservetormann finden, die Auswahl war ja nicht schwer, denn  bei nur noch 8 Spielern ging die Entscheidung dann auf unseren kleinsten (Körpergröße) auf Moritz.

So waren wir dann gegen Hopfgarten von Beginn an in Unterzahl, wir traten das Spiel an und ich muss gestehen was nun meine Jungs in dem Spiel geleistet haben, war mehr als lobenswert,  Moritz fing die Bälle als wäre er immer schon unser Tormann gewesen. Es war eine Freude als Trainer die Mannschaft zu betreuen, in der 17. Minute gelang dann unserem Stürmer Kevin das 1:0 toller Sologang und dann der Abschluss konsequent und überzeugend.

So gingen wir dann in die Halbzeit und nach der Pause ging der Spielaufbau genau so weiter wie vor der Pause wir spielten die Bälle von hinten heraus, ließen den Ball laufen, mit Einsatz von jedem Spieler war es eine Freude zuzusehen, wie wir den  Gegner laufen ließen.

In der 67. Minute  3 Minuten vor Abpfiff erhielten wir dann den  Ausgleichstreffer und so ging das Spiel mit einem Spieler weniger 1:1 aus.

Ich wusste ab diesem Spiel wenn der Einsatz von allen stimmt, sind wir  eine starke spielerische Mannschaft.

Dann das letzte Spiel gegen unseren Nachbarn Kirchdorf. Wieder die gleiche Aufstellung, jedoch mit Mathias unserem Tormann im Mittelfeld, er ist spielstark und hat die Aufgabe das Spiel von hinten heraus zu unterstützen und die Bälle zu verteilen. Jedoch waren wir gegen den spielstarken und siegesbewussten Gegner von vornherein unterlegen, wir waren nicht bereit den Ball zu erkämpfen wir verloren jeden Zweikampf,  wir waren nicht laufbereit,  spielten die Bälle unkontrolliert irgend wohin aber nicht zu unseren Spielern, die Stürmer waren einfach nicht konsequent genug um vorm Tor den Abschluss zu finden.

Wir ließen uns das Spiel aufdrängen und wir zeigten keine Gegenwehr.

So war es dann auch, dass wir in der Halbzeit mit 0:2 Rückstand waren.  Mit diesem Ergebnis ging das Spiel dann auch zu Ende. Nachdem ich doch einige Umstellungen vornahm.

Nun stellen einige  Eltern  meine  Trainingsmethode  in Frage. Ich möchte mich nicht dazu äußern aber wenn die Trainingsbeteiligung der Burschen mehr als schwach war dann kann man nicht  kontinuierlich trainieren.

Fazit: Wenn nicht jeder Spieler für die Mannschaft bereit ist zu laufen und zu kämpfen ist ein Spiel von 70 Minuten nicht zu halten. Es fehlten uns einfach der Kampfgeist und die Einstellung zum Sieg sowie die Austauschspieler.

Zum Schluss möchte ich mich aber bei der Mannschaft bedanken es war eine lehrreiche Saison aus der wir sicher viel mitnehmen und im Frühjahr vieles ändern müssen. Bedanken möchte ich mich auch bei den U10er Burschen die uns ausgeholfen haben und ihre Sache sehr gut gemacht haben.

Somit geht ein langes, anstrengendes Fußballjahr zu Ende. Die nun anstehende Pause tut uns allen sicherlich gut – die Anzahl der Trainingseinheiten wird erhöht um die Rückrunde wieder ausgleichend zu beenden.

Egger Guenter

 
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