Andreas Lovrec im Interview zum Wechsel nach Augsburg PDF Drucken
Geschrieben von Daniel Gruber   
Samstag, 18 Juni 2011
Nach 9 Jahren rot/grün wechselt SK-Youngster Andreas Lovrec ins Nachbarland Deutschland in die U19 des Bundesligaklubs Augsburg. SK-Stadionradio Reporter Daniel Gruber hat Andi kurz vor seiner Abreise noch getroffen und mit ihm ein wenig über den Wechsel, seine Anfänge im Fußball und die Zukunft geplaudert...

Hallo Andi, danke fürs Zeit nehmen,
wie hat alles begonnen?
Mit 10 Jahren habe ich begonnen Fußball zu spielen, ich bin also seit 2002 beim SK St. Johann. Ich war immer schon Fußballbegeistert, und ich dachte mir weil meine Freunde im Verein spielen, könnte ich das ganze eigentlich auch machen. In der U11 habe ich begonne, Trainer war Trixl Albert, er war ein super Trainer, hat immer ein tolles Training gemacht. Er hat mich oft motiviert, auch meine jetzige Einstellung zum Fußball geprägt.Andreas Lovrec

Wie ist deine Einstellung jetzt?
Ja, vor jedem Spiel gibts nur Vollgas!

ABS/LAZ/BNZ wie schwer war der Schritt für dich?
Begonnen hat alles mit dem ABS, ich wusste nicht einmal dass es so etwas gibt aber Martin Kofler lud mich zur Sichtung ein und dann war ich im ABS bzw. dann im LAZ.

Wie schwer war die Umstellung für dich dann nach IBK ins BNZ?
Ja die Umstellung war schon etwas komisch. Du kennst niemanden, vom Dorf in die Stadt. Du spielst mit Spielern die von irgendwo herkommen. Man muss sich erst etablieren und als Unterländer wird man definitv benachteiligt.

Stichwort Schule?
Ich habe die Sport HASCH in IBK besucht, ging dann auch ins Internat und es war zu Beginn schon etwas schwer. Aber mit Sascha, den ich ja kannte war es dann etwas leichter.

Wie läuft ein Tag als Tiroler Fußballer ab?Frühstücken, Schule gehen, Lernen, dann Training am Abend und 2 mal in der Woche gibts Frühtraining das ist dann schon sehr anstrengend. Und wenn wir Frühtraining hatten und dann am Nachmittag natürlich noch ein Training gönnten wir uns schon immer ein kleines Mittagsschläfchen.

Was ist dir lieber Frühtraining oder Schule?
Frühtraining definitiv (lacht)

Wie kam es dann zum Wechsel?
Ja mein Vater, ich will nicht sagen er hatte Beziehungen, aber er kannte jemanden recht gut der die deutschen Vereine gut kennt und bald erhielt ich einen Anruf und eine Einladung zum Probetraining.

Bist ja schon öfters in Deutschland gewesen, gibts Unterschiede?
Ja klar. Die Leidenschaft ist unglaublich. Die geben alle Vollgas immer hundert Prozent!Die spielen viel einfacher und logischer Fußball.

Wie gings nach dem Probetraining weiter?Ich war recht überrascht aber ich durfte gleich zum Trainingslager bzw. Turnier nach Kroatien mitfahren und da gab ich einfach alles und so viel wie ich noch nie in meinem Leben gegeben habe. Und es nutzte anscheinend was denn ich bekam danach den Anruf, dass ich dabei bin bzw. bleiben darf.

Wie groß war die Freude nach dem Anruf?
Ungebrochen, es war schon immer ein Traum von mir in Deutschland Fuß zu fassen und Fußball zu spielen und dieser geht jetzt in Erfüllung also sowohl die Erleichterung als auch die Freude war Riesengroß.

Wann gehts für dich los?
Am 8. Juli ist Trainingsstart dann gehts los.

Wie schaut der Ablauf aus?
Ja die Vorbereitung ist ziemlich stressig. 7 Tage in der Woche wird Trainiert. Oft auch mehrmals am Tag und am Wochenende Turniere, Spiele etc.

Noch Heimweh?
Nein nein, mit Heimweh ists jetzt vorbei. Ich war ja schon 4 Jahre in Innsbruck und irgendwann ist es auch mal Zeit und gut sich von den Eltern zu trennen (schmunzelt)

Hast du dir schon über die Zukunft Gedanken gemacht?
Ja schon, ich will definitv Vollgas geben, auch wenns mal nicht so läuft, und wenn ich mal in einem Tief bin muss ich hundert Prozent geben und man muss sehen dass ich will und ich hoffe bzw. bin mir eigentlich schon recht sicher, dass mein Ehrgeiz belont wird.

Zum Schluss noch Andi, werden wir dich noch ab und zu im Stadion sehen?
Ja klar, ist ja keine Weltreise. 2 Stunden mit dem Auto, da komm ich sicher manchmal vorbei.

Vielen Dank für das Interview!
 
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